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<rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" version="2.0"><channel><atom:link rel="hub" href="http://tumblr.superfeedr.com/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"/><description>Das erste Zweitblog von haekelschwein oder Michael Budde über
Sprache, Dinge, Leben.

   
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Kaufen Sie mal wieder was. Zum Beispiel mein Buch mit Aphorismen &amp; Albernheiten:
Meine Hornbrille ist zu laut.
  </description><title>Simple Sachen</title><generator>Tumblr (3.0; @simplesachen)</generator><link>http://simplesachen.de/</link><item><title>Twitteretymologie: @Graupause</title><description>&lt;p&gt;Dass eine Pause nicht blau oder lila sein muss, beweist der Twitterer &lt;a href="http://twitter.com/Graupause"&gt;@Graupause,&lt;/a&gt; dessen Name nun etymologisch erklärt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Pause machen wir im Deutschen seit dem 13. Jahrhundert, denn da ist mittelhochdeutsch pūse erstmals bezeugt. Entlehnt wurde es aus dem altfranzösischen Substantiv pose zum Verb poser, welches „ruhen, innehalten“ bedeutet und auf lateinisch pausare zurückgeht, das wiederum von altgriechisch paúein kommt.&lt;!-- more --&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im 19. Jahrhundert haben wir uns ein zweites Mal das französische Wort pose gemopst, welches inzwischen eine andere Bedeutung besaß. Das Substantiv Pose ließen wir unverändert, während posieren die typische Endung später Verbentlehnungen aus dem Französischen zeigt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Grau hieß im Althochdeutschen grāo und geht wahrscheinlich auf eine indogermanische Wurzel *gh(e)r- „schimmern, strahlen“ zurück.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Spannend ist auch das eigentliche indogermansiche Wort für grau, nämlich *kas-, aus welchem sich unserer Hase entwickelt hat. Es handelt sich dabei um ein Tabuwort: Weil man den Hasen abergläubisch nicht beim Namen nennen wollte, hieß er nur „der Graue“ und später wurde dies zu seiner einzigen Bezeichnung. Ähnlich bedeutet Bär ursprünglich „der Braune“ und dessen indogermanische Wurzel *bher- „braun“ bildet in verdoppelter Form auch die Grundlage für unser Wort Biber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Biber sind ohnehin toll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;small&gt;Man kann diesen Beitrag teilen und flattrn. Die Verweise dafür sind in der mittleren Spalte.&lt;br/&gt;&lt;a href="http://simplesachen.de/post/21206395575/literaturangaben"&gt;Literaturangaben&lt;/a&gt;&lt;span&gt; | &lt;/span&gt;&lt;a href="http://simplesachen.de/tagged/Twitteretymologie"&gt;Weitere Etymologien&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/52566559628</link><guid>http://simplesachen.de/post/52566559628</guid><pubDate>Sun, 09 Jun 2013 21:39:00 +0200</pubDate><category>Sprache</category><category>Twitteretymologie</category></item><item><title>Öffentlicher Raum im Internet</title><description>&lt;p&gt;Kostenpflichtige Internetplattformen (App.net) sind wie Freizeitparks. Nur, wer es sich leisten kann, darf mitspielen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Werbefinanzierte Plattformen (Twitter, Facebook) sind wie Einkaufspassagen. Man darf umsonst hinein, hat aber keine Rechte gegenüber dem Hausherrn, sondern ist im Grunde nur als potentieller Konsument geduldet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Offene dezentrale Plattformen (E-Mail, WWW) sind wie die Innenstadt, ein öffentlicher Spielplatz oder ein Stadtpark. Man darf sich dort aufhalten, ganz einfach weil man Bürger ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wäre deshalb Aufgabe des Gemeinwesens, öffentliche soziale Plattformen im Internet zu schaffen, die jedermann offenstehen und keine kommerziellen Zwecke verfolgen, sondern der Bevölkerung zur Begegnung und zum Austausch dienen.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/52450633617</link><guid>http://simplesachen.de/post/52450633617</guid><pubDate>Sat, 08 Jun 2013 11:59:00 +0200</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Ein 70 Jahre alter Tacker, der keine Klammern benötigt, sondern...</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/bd8bc179c021fc606dd3691b6b2c536f/tumblr_mnf5ds0cu41qfg0uvo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Ein 70 Jahre alter Tacker, der &lt;a href="http://www.officemuseum.com/stapler_gallery_stapleless.htm"&gt;keine Klammern&lt;/a&gt; benötigt, sondern Papierbögen mit hineingestanzten Kammmustern zusammenheftet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stabil wie ein Amboss gebaut, hält er ein Leben lang und bedarf keines Verbrauchsmaterials.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Welch ein unkapitalistisches Produkt, das notwendigerweise den Hersteller ruiniert, während klammerfressende Wegwerfprodukte der Konkurrenz stete Einnahmen generieren.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/51413822741</link><guid>http://simplesachen.de/post/51413822741</guid><pubDate>Sun, 26 May 2013 21:49:00 +0200</pubDate><category>Dinge</category></item><item><title>Utopien</title><description>&lt;p&gt;Jeder Mensch trägt seine Utopie einer perfekten Welt in sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Probleme beginnen, wenn man die Macht erhält, diese Utopie zu realisieren. Dann wird man feststellen, dass einige Menschen dieser Verwirklichung im Wege stehen, weil sie andere Pläne haben. Also nimmt man diese Leute in Gewahrsam, bis sie ihren Irrtum erkannt haben. Als nächstes zeigt sich, dass die Realität nicht in allen Punkten mit der Utopie kompatibel ist. Also passt man die Realität der Utopie an, indem man Berichte über Fehlschläge zensiert.&lt;!-- more --&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende mündet jede Utopie in Erschießungskommandos, egal ob linke oder rechte, und so gut gemeint sie auch gewesen sein mag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Karl Popper hat dies erkannt, wenn er sagt „Der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, erzeugt stets die Hölle“, und er schlägt stattdessen eine „Stückwerk-Sozialtechnik“ vor, also schrittweise evolutionäre gesellschaftliche Verbesserungen, deren Erfolge stets kritisch evaluiert und an der Wirklichkeit gemessen werden.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/50606284489</link><guid>http://simplesachen.de/post/50606284489</guid><pubDate>Fri, 17 May 2013 00:30:00 +0200</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Gott</title><description>&lt;p&gt;Meiner Ansicht nach ist Gott eine Funktion des Gehirns. So wie es dort ein Sprachzentrum gibt, das jedem Menschen die Fähigkeit zum Spracherwerb verleiht und zur kulturellen Erfindung unterschiedlicher Sprachen geführt hat, gibt es wohl auch eine Art Trostzentrum im Gehirn, welches dem erwachsenen Menschen die Geborgenheit der Kindheit bewahrt, indem es eine virtuelle Vaterfigur suggeriert, die wir Gott nennen.&lt;!-- more --&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Laufe der Evolution muss sich diese Hirnfunktion als Vorteil herausgestellt haben und ist somit in jedem Menschen vorhanden und äußert sich kulturell in Form von Religionen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies mit dem Verstand zu akzeptieren und trotzdem Trost im Gottesglauben zu finden, ist nicht unvereinbar, denn ein Biologe kann schließlich auch die hormonellen Grundlagen der Partnerbindung erforschen und sich trotzdem verlieben.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/50526380555</link><guid>http://simplesachen.de/post/50526380555</guid><pubDate>Thu, 16 May 2013 00:30:41 +0200</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Weggenommene Arbeitsplätze?
Vor 60 Jahren arbeiteten auf einem...</title><description>&lt;iframe width="400" height="225" src="http://www.youtube.com/embed/jS1owXMIHFc?wmode=transparent&amp;autohide=1&amp;egm=0&amp;hd=1&amp;iv_load_policy=3&amp;modestbranding=1&amp;rel=0&amp;showinfo=0&amp;showsearch=0" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Weggenommene Arbeitsplätze?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vor 60 Jahren arbeiteten auf einem Müllwagen sechs Deutsche, vor 40 Jahren vier Deutsche und zwei Gastarbeiter, heute ein Deutscher und ein Greifarm. Wer hat wem die Arbeitsplätze weggenommen? Die Migranten den Deutschen? Oder der Roboterarm den Menschen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der wahre Arbeitsplatzvernichter ist die Automatisierung, doch damit dies nicht auffällt, wiegelt man die gemeinsamen Opfer gegeneinander auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei ist die Automatisierung an sich nichts Schlechtes: &lt;!-- more --&gt;Auch im Schlaraffenland bedarf es keiner menschlichen Köche mehr, sondern die gebratenen Tauben fliegen einem in den Mund. Nur muss sich dort der arbeitslose Koch die selbstbratende Taube nicht von seinem Arbeitslosengeld absparen, sondern kann sie kostenlos verzehren, profitiert also unmittelbar von der Automatisierung, die ihn zwar verzichtbar gemacht, aber dadurch die Effizienz erhöht hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerhalb des Schlaraffenlandes profitieren Entlassene nicht davon, dass ihr ehemaliger Arbeitgeber durch die Rationalisierung nun höhere Gewinne einfährt, und aus diesen Gewinnen wird auch nicht das Arbeitslosengeld gezahlt, sondern das erwirtschaften die verbliebenen Arbeiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der einsame Fahrer des Müllwagens kommt für seine ehemaligen Kollegen auf, während deren frühere Löhne nun den Gewinn des Müllwagenbesitzers mehren. Dort bleiben nämlich all die Rationalisierungsgewinne: bei den Firmeneigentümern, welche in vielen Fällen die Aktionäre sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wären nun alle Arbeiter zugleich Anteilseigner, könnten sie selbst von jeder Personaleinsparung profitieren, und wenn eines Tages alle Güter ohne menschliche Arbeitskraft produziert würden, wären sie kein Heer von notleidenden Arbeitslosen, sondern von sorgenfreien Schlaraffenlandbewohnern.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/50519803273</link><guid>http://simplesachen.de/post/50519803273</guid><pubDate>Wed, 15 May 2013 23:06:00 +0200</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Verdummen wir?</title><description>&lt;p&gt;Nein, der Eindruck täuscht. Nie zuvor war formale Bildung so weit verbreitet wie heute. Für meine Oma war es noch normal, mit 14 aus der Schule zu kommen, weiterführende Lehranstalten waren nur etwas für die Oberschicht. In meiner Familie war ich der erste Gymnasiast. Heute wechselt jeder zweite Schüler aufs Gymnasium.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nie zuvor war auch das Wissen der Welt so zugänglich wie heute. &lt;!-- more --&gt;Um etwas nachzuschlagen, ging man vor 20 Jahren nicht ins Internet, sondern an sein Bücherregal, um ein veraltetes Handlexikon aufzuschlagen, oder man fuhr in die Bibliothek, um dort im großen Brockhaus oder Fachbüchern nachzusehen, aber das tat man wirklich nur, wenn es wichtig war, und nicht mal zwischendurch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Insgesamt gesehen müsste die Dummheit also objektiv abgenommen haben. Aber je älter und erfahrener man wird, desto stärker fällt es einem auf, wenn andere Menschen geistig uninteressiert sind oder politisch und wirtschaftlich naiv oder esoterisch verwirrt. Außerdem neigt man zunehmend dazu, das spezifische Wissen der Jugend geringer zu werten als jenes der eigenen Generation. Daher kann es so scheinen, als ob die Menschen immer dümmer würden.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/46839139198</link><guid>http://simplesachen.de/post/46839139198</guid><pubDate>Mon, 01 Apr 2013 12:59:00 +0200</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Twitteretymologie: @Streichelzoo  </title><description>&lt;p&gt;Es wird mal wieder Zeit für die wortgeschichtliche Herleitung eines Twitternamens: Woher kommt eigentlich&lt;a href="http://twitter.com/streichelzoo" title="Twitteraccount"&gt; @Streichelzoo?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Kompositum ist erst 40 Jahre alt: Es wurde 1973 von dem Tierarzt und Zoodirektor &lt;a href="http://www.tierpark-nordhorn.de/index.php?id=424&amp;amp;contUid=0"&gt;Wolfgang Salzert&lt;/a&gt; geprägt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gestreichelt wird aber schon länger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;!-- more --&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Mittelhochdeutschen gab es das Wort strīchen, welches „streifen, streichen“ bedeutet und davon abgeleitet die Intensivbildung mhd. streichen und dessen Verniedlichungsform mhd. streicheln, die beide „streicheln“ bedeuten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zugrundeliegende indogermanische Wurzel ist *streig-, aus der sich auch englisch strike herleitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zoo ist das Kurzwort für Zoologischer Garten und Zoologie bedeutet Tierlehre. Es enthält das altgriechische Wort zōon für „Lebewesen“, das auf die indogermanische Wurzel *g&lt;sup&gt;w&lt;/sup&gt;eih&lt;sub&gt;3&lt;/sub&gt;- „leben“ zurückzuführen ist. Von derselben Wurzel stammen auch lateinisch vivere „leben“ und althochdeutsch quick, welches lebendig bedeutet und heute noch in keck, erquicken und Quecksilber fortbesteht. Sogar das Wort Whisky geht auf diese idg. Wurzel zurück, über schottisch-gälisch usquebaugh „Lebenswasser“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;small&gt;Man kann diesen Beitrag teilen und flattrn. Die Verweise dafür sind in der mittleren Spalte. &lt;a href="http://simplesachen.de/post/21206395575/literaturangaben"&gt;Literaturangaben&lt;/a&gt; | &lt;a href="http://simplesachen.de/tagged/Twitteretymologie"&gt;Weitere Etymologien&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/46771858903</link><guid>http://simplesachen.de/post/46771858903</guid><pubDate>Sun, 31 Mar 2013 19:42:00 +0200</pubDate><category>Sprache</category><category>Twitteretymologie</category></item><item><title>Die echten Menschen und die im Internet</title><description>&lt;a href="http://dasnuf.de/la-familia/die-echten-menschen-und-die-im-internet/"&gt;Die echten Menschen und die im Internet&lt;/a&gt;: &lt;p&gt;&lt;a href="http://dasnuf.de/la-familia/die-echten-menschen-und-die-im-internet/" title="Das Nuf lesen &amp;"&gt;Das Nuf&lt;/a&gt; über Einsamkeit im Alter und Geselligkeit im Internet. Ich stimme ihr zu, denn das Internet ist kein Gegensatz zur dinglichen Welt, sondern ein zusätzlicher Interaktionsraum, der Menschen zusammenbringt und das Knüpfen und Aufrechterhalten von Kontakten erleichtert.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/46337269394</link><guid>http://simplesachen.de/post/46337269394</guid><pubDate>Tue, 26 Mar 2013 15:30:00 +0100</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Wie man im Studium lese</title><description>&lt;p&gt;Erst lese man den Text schnell und flüchtig, mache höchstens einen Bleistiftstrich an relevante Seiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann lese man ihn nochmals und unterstreiche die wichtigsten Stellen. Weil man den Textaufbau noch grob im Hinterkopf hat, fällt es einem leichter, das Merkenswerte zu erkennen und nicht jeden zweiten Satz zu markieren.&lt;!-- more --&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für den dritten Schritt ist man oft zu faul, aber er macht sich später bei der Examensvorbereitung bezahlt: Man fasse die unterstrichenen Passagen so prägnant wie möglich als ganz kurze Kernthesen zusammen und schreibe sie auf. Man kann sich ja überlegen, wie man den entsprechenden Gedanken getwittert hätte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Studienanfänger mache man nicht den Fehler, zu viele Einführungen zu lesen; zwei zu einem Thema müssen reichen, wobei die zweite lediglich dazu dient, eventuelle Missverständnisse aufzuklären. Lieber lese man die in seinem Fach relevanten „Originale“, also keine Lehrbücher, sondern jene wissenschaftlichen Werke, die ständig zitiert werden und grundlegend für die Entwicklung des Fachgebietes waren. Das ist spannender, direkter und rentiert sich später in Prüfungssituationen. Es ist auch nicht zwingend anstrengender, sondern liest sich oft flüssiger als der kompakte Lehrbuchstil.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/45720010319</link><guid>http://simplesachen.de/post/45720010319</guid><pubDate>Tue, 19 Mar 2013 02:20:00 +0100</pubDate><category>Sprache</category></item><item><title>Ich moechte sehr mit Ihnen umgang haben</title><description>&lt;p&gt;Ich bekomme täglich etwa tausend Werbemails in meine Postfächer, von denen es rund hundert noch auf meinen Computer schaffen und zehn in meiner Inbox landen. Die schönsten hebe ich auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ich mag besonders diese unbeholfenen Spam-Mails, bei denen man sich fragt, ob die paar Dollar für einen richtigen Übersetzer nicht eine lohnende Investition wären, weil viel mehr Leute darauf reinfallen würden. Und jene, die einen neugierig oder wütend machen sollen, damit man auf den Anhang klickt.&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;Ein paar schöne Zitate aus meiner Sammlung:&lt;!-- more --&gt;&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Hallo, Ich heisse Elena, ich bin 29 Jahre alt. Ich moechte sehr mit Ihnen umgang haben. Ich suche nur die ernsten Beziehungen.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Dringlichkeitsantrag UND vertrauliche Unterstützung: Es ist verständlich, dass Sie vielleicht ein bisschen besorgt, weil Sie mich nicht kennen, aber ich habe ein Bussiness von gemeinsamem Interesse mit Ihnen teilen.&amp;#8221;&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Die elektronische Zigarette - die mehr unschädliche Alternative der Zigaretten, die komfortabel zu rauchen immer und überall ermöglicht, ist ohne Schaden für die Gesundheit praktisch.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Deutche Post. Lieber Kunde, Es ist unserem Boten leider misslungen einen Postsendung an Ihre Adresse zuzustellen. Grund: Ein Fehler in der Leiferanschrift. Sie konnen Ihre Postsendung in unserer Postabteilung personlich kriegen. Sie sollen dieses Postetikett drucken lassen, um Ihre Postsendung in der Postabteilung empfangen zu konnen.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Aufgrund der Online-Betrug, erhöhter Sicherheitssysteme für alle Benutzer. So aktualisieren Sie Ihr Konto mit der neuen Sicherheitsmaßnahmen laden Sie bitte das beigefügte Formular aus und befolgen Sie alle Schritte. Wichtig: Wenn Sie nicht ausfüllen des Formulars, wird Ihr Konto &lt;/span&gt;&lt;span&gt;eingeschränkt werden. Danke für Ihr Verständnis.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Betreff: Fwd: Fwd: Fwd: Fwd: Fw: W.: WG: Bill Gates verteilt Vermögen (fwd)“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Betreff: Alle beliebten Deutsche Sprache Softwares fur PC und MAC“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Hannibal the Great&amp;#8217;s - Favorite sexual Positions and Libido Enhancers From Hitsory“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Hallo. Wir lernten Sie auf dem Grundstück, das bekannt ist, kennen, und zu mir waren so angenehm mit Ihnen, um kennenzulernen. Aber ich wollte Sie mehr studieren.Und ich habe mich erinnert, dass Sie mir die elektronische Adresse gaben, und ich habe entschieden, Ihnen zu schreiben. Einige Wörter über mich. Meine reale Bezeichnung - Irina, nennen die Freunde mich Ira. Ich lebe - das einzigartige Mädchen aus Russland, jetzt ich in der Regelung - Sowjetisch. Mein Alter 27. Ich war ein erregter August, 27., 1982. Ich habe die hellblonden Haare und die braunen Augen.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Heutzutage ist Impotenz ein Fremdwort.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Sicher sind Sie verwundert, diese Nachricht von jemandem zu erhalten, den sie nicht personlich kennen. Der Grund weshalb ich mich an Sie wende ist das ich David Butau bin, der erstgeborene Sohn von Martin Butau, einem der bekanntesten schwarzen Farmer in Zimbabwe. Er wurde vor kurzem im Laufe des Landstreites in meinem Land ermordet. Ich erhielt Ihre Adresse durch das Internet und habe mich entschieden mich an Sie zu wenden. Bevor mein Vater starb, nahm er mich mit nach Johannesburg um dort einen Betrag von 8,5 Millionen US$ bei einer privaten Sicherheitsfirma zu deponieren.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Die Berliner U-Bahn Mitarbeiter fanden die Reste eines unbekannten Flugkoerpers. Interessant findet man auch die Ermittlung von moeglichen Gruenden des Unwohlseins einiger U-Bahn Angestellten. Nach etlichen Inspektionen wurde ein Fremdkoerper gefunden. Wie Wissenschaftler behaupten, koennte der Koerper so gross wie ein Bus sein. Es wurde auch vermutet, er haette seltsame Strahlen aussenden koennen und das wegen rund um dem Rumpf gebildeter Totzone.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Sehr geehrter Kunde! Wir bedanken Sie fur Ihren Einkauf der Videosammlung in unserem Intimsalon. 399 euro auf Ihrer Kreditkarte wurden abgebucht. Die Quittung ist in der Anlage beigefugt. Der Artikel wird innerhalb 12 Stunden an Ihrer Adresse geliefert werden. Wir hoffen, dass Sie viel Spass bei dem Fernsehen haben! Wir wunschen Ihnen frohe Feiertage!“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Wie geht&amp;#8217;s Christoph, Thomas empfiehlt diese Seite [Link] Liebe Tanja Tischer wenn An ihm haftet ein Makel. Christoph aufkochen ihr, mir Fettbauch Freitod toll ab Entscheidungstabelle Christoph auf Fruchtknoten auch Denise entriss Dispersionsfarbe wie Abtreibung.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, das Herunterladen von Filmen, Software und MP3s ist illegal und somit strafbar. Wir moechten Ihnen hiermit vorab mitteilen, dass Ihr Rechner unter der IP 84.100.82.171 erfasst wurde. Der Inhalt Ihres Rechner wurde als Beweismittel sichergestellt und es wird ein Ermittlungsverfahren gegen Sie eingleitet.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Guten Tag, sind Sie auch der Meinung das Sie intelligenter sind, als manch einer aus Ihren Umfeld glaubt!? Dann beweisen Sie es. Auf unserer Homepage können sie es herausfinden.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Wenn Du meinst mich beleidigen zu müssen, nur weil ich Dir ein paar Liebes-Mails geschrieben habe, dann tut es mir Leid. Hier haste deine blöden zynischen Antworten wieder!“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Sehr geehrter PC-Anwender, diese aergerliche Situation kennen Sie: Ein teuer erstandenes Programm muss neu installiert werden - doch die Karte mit der Seriennummer ist laengst im Muell gelandet, der Registrier-Key ist Ihnen entfallen und der Hersteller oder Autor ist nicht &lt;/span&gt;&lt;span&gt;mehr erreichbar. WAS TUN??“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Seit einiger Zeit kursieren wieder gefährlich neue Dialer und Würmer durchs Netz. Sie müssen unbedingt diesen neuen Patch installieren, um diese Maleware abzuwehren.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Hallo, ich hoffe das ich jetzt mal den richtigen erwischt habe. Nach einigen Pleiten, Pech und Pannen habe ich jetzt einfach das damalige Klassenfoto mitgeschickt. Wenn du dich dort erkennst, melde dich, falls du es wieder einmal nicht bist, dann entschuldigen Sie bitte diese Störung.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Sehr geehrter Kunde, Vielen Dank für Ihre Anmeldung auf unserem Server. Der Betrag von Euro 279,- wurde erfolgreich von Ihrem Konto abgebucht. Ihnen stehen nun 1 Jahr lang mehr als 2300 sehr sehr heiße Internet Seiten zur Verfügung. Die Seiten die Sie nun aufrufen können und die Zugangsdaten befinden sich gesichert im Anhang.“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Wenn Sie meinen mir DROHEN zu können, haben sie sich in den Finger geschnitten!!! Erstens mal, weiß ich gar nicht wer Sie sind. Zweitens, kenne ich Ihre Frau oder Freundin nicht. Und Drittens, Ich habe kein Tächtel-Mächtel mit Ihrem Partner!!!“&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span&gt;„Wir möchten uns noch einmal für unsere falsche E-Mail Weiterleitung bei Ihnen Entschuldigen. Unser Mail System wies einige Fehler beim versenden auf. Ihre Pass- und Geheimwörter wurden selbstverständlich kostenlos geändert. Nach Einsicht und Sicherung Ihrer Daten, vernichten Sie bitte diese E-Mail. In falschen Händen, hätte jede andere Person freie Einsicht bzw. Verfügung über Ihr Konto!“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/44812553635</link><guid>http://simplesachen.de/post/44812553635</guid><pubDate>Thu, 07 Mar 2013 23:46:00 +0100</pubDate><category>Sprache</category></item><item><title>Buchende</title><description>&lt;p&gt;Als die Compact Disc auf den Markt kam, erzählten mir Schallplattenfans, das neue Medium werde sich nicht durchsetzen, da ihm der warme, authentische Klang fehle und das haptische Erlebnis des Plattenauflegens und -wendens.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenige Jahre später waren Schallplatten nur noch ein Nischenprodukt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als der Musikdownload aufkam, erzählten mir CD-Fans, das neue Medium werde sich nicht durchsetzen, da es verlustbehaftet komprimiert sei und ihm das haptische Erlebnis eines Booklets und Jewelcases fehle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenige Jahre später waren die CD-Läden aus den Innenstädten verschwunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als die E-Book-Reader eingeführt wurden, erzählten mir Bibliophile, das neue Medium werde sich nicht durchsetzen, da ihm der Geruch und das haptische Erlebnis echter Papierbücher fehle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2012 machten E-Books mit 53 Prozent bereits die Mehrheit der verkauften Bücher aus.&lt;!-- more --&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Irgendwann sollte auch der größte Nostalgiker begreifen, dass sich der technische Fortschritt Richtung körperloser digitaler Medien nicht aufhalten lässt. Nur, weil man sich an einen bestimmten Datenträger gewöhnt hat, bekommt er noch lange keine Bestandsgarantie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin selbst ein Liebhaber gedruckter Bücher, aber mache mir über die Zukunft dieser Leidenschaft keine Illusionen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon in zehn Jahren wird es keine Massenbuchhandlungen mehr geben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute dient der stationäre Buchhandel noch dazu, breite Käuferschichten mit Lesestoff und Lehrmitteln zu versorgen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mitte des nächsten Jahrzehnts wird es nur noch Antiquariate geben oder kleine Buchboutiquen, in denen man opulente Bildbände und Coffeetablebooks erwerben kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Papierbücher wird man nicht mehr wegen ihres Inhalts kaufen, denn der landet per Knopfdruck auf dem Tabletcomputer, sondern ihrer Form halber, wie einen Kunstdruck. Ein papierenes Buch wird wie eine mechanische Uhr oder ein Oldtimer sein: Etwas, das man sich aus Nostalgie und aus Achtung vor der handwerklichen Leistung gönnt, auch wenn es objektiv nicht die technisch beste Lösung ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bücher kaufen wird man als Geschenk für einen besonderen Anlass oder weil man ein bibliophiler Sammler ist, aber nicht mehr für den schnellen Lesespaß zwischendurch. Taschenbücher und Romanhefte wird es nicht mehr geben, Papierzeitschriften ebensowenig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige Menschen werden selbst die neuesten Romane noch in Papierform lesen wollen, deshalb wird man E-Books für einen Aufpreis auch in gedruckter Form geliefert bekommen, doch dieser Print-on-Demand-Service wird überwiegend von Älteren in Anspruch genommen werden und die Jungen darüber lächeln wie heute schon über gedruckte Telefonbücher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn ich in dreißig Jahren Rentner bin, wird man die Wohnungen alter Menschen an Bücherregalen erkennen. Junge Leseratten werden ein paar Wälzer im Wohnzimmerschrank haben, aber ihren eigentlichen Büchervorrat nur noch in elektronischer Form.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es wird noch eine einzige öffentliche Bibliothek geben, in Gestalt eines zentralen E-Book-Servers, während alle Papierbibliotheken zu Bucharchiven umgewidmet wurden, in die sich wenig Publikumsverkehr verirrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Bibliothek als Lern- und Rechercheort der Studierenden wird der Vergangenheit angehören, sobald alle relevanten Bücher auf dem heimischen Computer abrufbar sind. Das Papierbuch wird nur noch als Dokument des Wortlautes einer bestimmten Auflage benutzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Generation konnte sich ein Studium ohne Fotokopierer nicht mehr vorstellen, die nächsten Generationen werden es als Zumutung empfinden, ein Buch nicht sofort auf dem Bildschirm anzeigen zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich wird das Papierbuch als Medium nie ganz verschwinden, aber in Randgebiete abwandern. Auch heute noch werden Texte auf Steintafeln geschrieben, aber niemand geht zum Lesen auf den Friedhof.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/42366693549</link><guid>http://simplesachen.de/post/42366693549</guid><pubDate>Wed, 06 Feb 2013 13:49:00 +0100</pubDate><category>Dinge</category></item><item><title>Diebstahl</title><description>&lt;p&gt;Es gibt einen Spediteur, der billiger ist als die Konkurrenz. Er kann seine Mitbewerber deshalb unterbieten, weil er seine Lieferwagen nicht kauft, sondern stiehlt. Jeden Morgen müssen seine Angestellten fremde LKW und Transporter kurzschließen und sich mit den entwendeten Fahrzeugen auf Tour begeben. Die Polizei ermittelt bereits, da Produktionsmittel gestohlen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Korrektur: Ich bin da einer Falschmeldung aufgesessen. In Wahrheit stiehlt die Firma keine Lieferwagen, sondern die Arbeitskraft ihrer Angestellten, indem sie Dumpinglöhne weit unter denen der Konkurrenz zahlt. Die Polizei ermittelt nicht, da nur Arbeitskraft gestohlen wird.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/42355534376</link><guid>http://simplesachen.de/post/42355534376</guid><pubDate>Tue, 05 Feb 2013 16:21:00 +0100</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Hinweis für Prokrastinierer</title><description>&lt;p&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lionel_Fanthorpe"&gt;R. Lionel Fanthorpe&lt;/a&gt; schrieb seinen 50.000-Worte-Roman Radio Alert in 11 Stunden (76 Worte pro Minute) und veröffentlichte 1961-63 allein 89 Romane.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;small&gt;(Nachzulesen im Bibliographischen Lexikon der utopisch-phantastischen Literatur)&lt;/small&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/41708023240</link><guid>http://simplesachen.de/post/41708023240</guid><pubDate>Mon, 28 Jan 2013 18:05:37 +0100</pubDate><category>Sprache</category></item><item><title>Sonne</title><description>&lt;img src="http://24.media.tumblr.com/754e47064a60a714fc6237ae803f5ec0/tumblr_mfv6g7IFT91qfg0uvo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Sonne&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/39246374972</link><guid>http://simplesachen.de/post/39246374972</guid><pubDate>Sun, 30 Dec 2012 23:00:07 +0100</pubDate><category>Dinge</category></item><item><title>Expertenmeinung</title><description>&lt;p&gt;Hans Zehetmair, der Vorsitzende des Rechtschreibrates, &lt;a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Rechtschreibrat-Chef-Twitter-und-SMS-schaden-der-Sprache-1773445.html"&gt;beklagt&lt;/a&gt; einen Sprachverfall durch Twitter und SMS, denn „einer SMS mangelt es an Gefühl und Herzlichkeit.“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dafür ist Herr Zehetmair ja Experte! Also nicht für Kurztexte, sondern für einen &lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13522679.html"&gt;Mangel an Gefühl und Herzlichkeit.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/38852732099</link><guid>http://simplesachen.de/post/38852732099</guid><pubDate>Wed, 26 Dec 2012 08:00:00 +0100</pubDate><category>Sprache</category></item><item><title>Steuern oder Schulden</title><description>&lt;p&gt;Der Staat sind wir. Die Staatsausgaben sind unsere Gemeinschaftsausgaben. Es gibt zwei Wege, wie wir als Staat uns refinanzieren können:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Wir leihen uns Geld von Bürgern und Unternehmen, wofür wir ihnen Zinsen zahlen.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;
&lt;p&gt;Wir nehmen unseren Bürgern und Unternehmen Geld weg, das nennt sich Steuern.&lt;/p&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;Durch den ersten Weg werden die Reichen reicher, weil sie von den Zinsen profitieren, während die Armen nichts zu verleihen haben, aber letztlich ebenso für die Staatsschulden aufkommen müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der zweite Weg kann gerecht gestaltet werden, indem man die Reichen sehr viel höher besteuert als die Armen, also die Progression verstärkt.&lt;!-- more --&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den ersten Weg sind wir offensichtlich zu lange gegangen, denn die Unternehmen werden immer reicher, während die Staaten sich zunehmend überschulden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass Apple &lt;a href="http://www.bbc.co.uk/news/technology-14340470" target="_top"&gt;mehr Cash&lt;/a&gt; hat als die USA, sollte zu denken geben. Weil Apple das Geld nicht in der Matratze hortet, sondern auf der Bank, verdient es über die Zinsen sogar an den neuen Staatsschulden, welche die USA aufnehmen und mit Steuergeldern und Kürzungen im Sozialbereich abtragen müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Geld fließt also von unten nach oben. Das ist vermeidbar, wenn sich der Staat das Geld nicht von den Unternehmen und Reichen &lt;em&gt;leiht,&lt;/em&gt; sondern es über Steuern abschöpft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch das Argument, Unternehmen würden den von Steuern verschonten Gewinn reinvestieren, ist durch derart pralle Konzernkassen widerlegt. Käme das Geld aber dem einfachen Bürger zugute, würde er es notgedrungen sofort reinvestieren, nämlich in Dinge des täglichen Bedarfs, und so die Binnennachfrage steigern, was auch den Unternehmen nützen würde.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/38794484675</link><guid>http://simplesachen.de/post/38794484675</guid><pubDate>Tue, 25 Dec 2012 16:54:00 +0100</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Die Nivellierung der Welten</title><description>&lt;p&gt;Meine Großeltern waren 1936 gerade frisch verheiratet, als sie nach Oldenburg fuhren, um Besorgungen zu tätigen. An einem Schaufenster hielt mein Opa plötzlich inne und blickte mit großen, glänzenden Augen in die Auslagen. Zum ersten Mal in seinem Leben sah er Spielsachen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sein Elternhaus stand nur zwanzig Kilometer entfernt, aber all die Jahre hatte er sein dörfliches Umfeld kaum verlassen. 27 musste er werden, um zu erfahren, dass man nicht nur mit Stöcken und Steinen spielen kann, sondern auch mit Bauklötzen und Blechautos. Sieben Jahre später starb er an der Ostfront für ein Vaterland, von dem er nur ein norddeutsches Dorf kannte.&lt;!-- more --&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn meine Oma mit ihren 97 Jahren von früher erzählt, vermeint man, Schilderungen aus einem fernen Entwicklungsland zu hören. Süßigkeiten gab es nicht, Kino, Badesachen, Arztbesuche – alles unbekannt. Das erste Mal im Schulunterricht eine Ananas probieren zu dürfen, war ein solches Erlebnis, dass es neunzig Jahre später noch mit Begeisterung erzählt wird. Hausnummern gab es damals auch nicht, und Verbrechen ebenso wenig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber halt! Natürlich gab es all diese Dinge, nur bekam man auf dem Lande wenig davon mit. Das Leben drehte sich um die Belange der unmittelbaren Umgebung. Man abonnierte zwar eine Lokalzeitung, denn damals gab es auch noch kein Klopapier, aber die war arm an Boulevardthemen und Luxuswerbung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute ist auch dem Ärmsten klar, welche Konsumchancen er verpasst. Das Fernsehen hämmert ihm unablässig ein, was er sich kaufen könnte, wenn er könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und bis ins kleinste Dorfidyll werden die Delikte sämtlicher Großstädte posaunt, sodass die Angst vor Verbrechen in gleichem Maße steigt wie die tatsächliche Kriminalitätsrate sinkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Früher lebte der Dörfler in seiner eigenen kleinen Welt, in die nur wenig von außerhalb des Dorfes hineindrang. Die Welt des Städters mag etwas weiter gewesen sein, überschnitt sich aber nur wenig mit jener des Dorfbewohners. Der Erfahrungs- und Erwartungshorizont war völlig unterschiedlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erst das Fernsehzeitalter schuf verbindliche gemeinsame Erlebniswelten. Eine Popkultur dessen, was jeder gesehen und gehört haben wird, jeder kennen kann und muss. In gleichem Maße formten Werbespots, Versandkataloge und Kaufhausketten einen Warenkanon von überregionaler Gültigkeit, nivellierten die Erwartung, welche Produkte und Marken man zu haben hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dem Internet vollzieht sich dasselbe im globalen Maßstab. Jeder Afrikaner kann sich ein genaues Bild davon machen, wie der Europäer lebt und was er konsumiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo immer Informationsbarrieren solcher Art fallen, wird es schwierig, die Ungleichheit der Lebensverhältnisse dauerhaft aufrechtzuerhalten.&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/38639179961</link><guid>http://simplesachen.de/post/38639179961</guid><pubDate>Mon, 24 Dec 2012 11:26:00 +0100</pubDate><category>Leben</category><category>Top</category></item><item><title>Blumenmeer</title><description>&lt;img src="http://25.media.tumblr.com/4259c2e37a908903312bcb610abf0189/tumblr_mfas4aFaRU1qfg0uvo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;Blumenmeer&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/38328905115</link><guid>http://simplesachen.de/post/38328905115</guid><pubDate>Wed, 19 Dec 2012 22:38:34 +0100</pubDate><category>Leben</category></item><item><title>Opportunistische Rechtschreibung  </title><description>&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 1: Vor jedes Genitiv-S gehört ein Apostroph als Auslassungszeichen.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Ausdruck wie &lt;em&gt;Günter’s Hund&lt;/em&gt; ist nämlich nur eine Abkürzung für &lt;em&gt;Günter sein Hund.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Genauso wie &lt;em&gt;Gerda’s Hund&lt;/em&gt; eigentlich &lt;em&gt;Gerda sein Hund&lt;/em&gt; bedeutet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und &lt;em&gt;Ich erschrak wegen des Hunde’s&lt;/em&gt; ist die Kurzschreibweise für&lt;br/&gt;&lt;em&gt;Ich erschrak wegen dem Hund sein.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenso wie &lt;em&gt;Er ist des Morde’s angeklagt&lt;/em&gt; eine Abkürzung ist für&lt;br/&gt;&lt;em&gt;Er ist dem Mord sein angeklagt.&lt;!-- more --&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 2: Vor jede Mehrzahl-Endung gehört ein Apostroph.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man schreibt also &lt;em&gt;CD’s, Display’s und Büro’s&lt;/em&gt; genauso wie &lt;em&gt;Schallplatte’n, Monitor’e und Garage’n.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vergleiche hierzu englisch:&lt;br/&gt;&lt;em&gt;My hobby’s are handy’s and movy’s with happy end’s.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 3: Auch jedes andere S am Wortende wird abgetrennt.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Grundregel für Apostrophe lautet:&lt;br/&gt;&lt;em&gt;Ein’s zuviel macht nicht’s, las’s e’s un’s Sicherheit’s halber setzen.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer unsicher ist, sollte &lt;em&gt;vor jede’s S einen Apo&amp;#8217;stroph ein’setzen,&lt;/em&gt; so wie man nach jedem Q ein U schreibt. Auf neueren Computertastaturen befindet sich der Apostroph bereits auf der S-Taste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 4: Zusammengesetzte Wörter werden auseinander geschrieben.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb heißen sie ja „zusammengesetzt“. Beispiele sind &lt;em&gt;Salat Bar, Computer Monitor &lt;/em&gt;und&lt;em&gt; Kino Ticket.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Grund dafür ist die englische &lt;em&gt;Recht Schreibung,&lt;/em&gt; die natürlich auch für die &lt;em&gt;Bunde’s Republik Deutsch Land&lt;/em&gt; gilt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 5: Das ß ist seit der Rechtschreibreform abgeschafft.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Somit &lt;em&gt;heisst&lt;/em&gt; es jetzt &lt;em&gt;Füsse&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Grüsse&lt;/em&gt;. Nur in der Schweiz darf man das ß noch verwenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man schreibt also &lt;em&gt;die Längenmasse&lt;/em&gt; wie &lt;em&gt;eine Menschenmasse&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Der Apfel muss im Apfelmuss zu schmecken sein.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 6: Das Wort „dass“ wird möglichst selten benutzt.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt zwar keine festen Regeln dafür, aber es empfiehlt sich, jedes siebte „das“ mit doppeltem S zu schreiben:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Das glaube ich nicht, das du das getan hast, oder das du das gesagt hast, denn das ist dass Letzte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 7: „Standard“ wird standardmäßig mit T geschrieben.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der letzte Buchstabe von „Standard“ ist also ein T wie in &lt;em&gt;Standart.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Wort bezeichnet nämlich die Art des Stehens, so wie &lt;em&gt;Bussart&lt;/em&gt; ein Verkehrsmittel und &lt;em&gt;Bastart&lt;/em&gt; eine Textilvariante ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 8: Vor jedes Satzzeichen kommt ein Leerzeichen.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor man ein Komma setzt oder einen Satz mit einem Punkt beendet ,muss man ein Leerzeichen freilassen .&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Falls das Satzzeichen dann ständig an den Anfang der nächsten Zeile rückt, sollte man breiteres Druckerpapier kaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 9: Manuelles Korrekturlesen ist unnötig.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Computer erkennt falsche Wörter und streicht sie an: &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strike&gt;Paste&lt;/strike&gt; der Computer auf, &lt;strike&gt;das&lt;/strike&gt; ich keine Fehler &lt;strike&gt;mochte&lt;/strike&gt;?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;strike&gt;Paste&lt;/strike&gt; und Salbe &lt;strike&gt;mochte&lt;/strike&gt; ich nicht, obwohl &lt;strike&gt;das&lt;/strike&gt; Bein schmerzte.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;u&gt;§ 10: Das Pronomen „ich“ schreibt man groß.&lt;/u&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf diese Weise erkennt man die wichtigste Person sogleich: &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was habe ICH mit dir zu schaffen, was willst du denn von MIR?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://simplesachen.de/post/38056666047</link><guid>http://simplesachen.de/post/38056666047</guid><pubDate>Sun, 16 Dec 2012 12:57:00 +0100</pubDate><category>Sprache</category><category>Top</category></item></channel></rss>
